Seit dem ersten Workshop im Jahr 2012 gibt es in Berlin die Initiative Rails Girls. Wir haben ĂŒber dreißig Workshops veranstaltet mit ĂŒber 1200 Teilnehmenden. Aus unserer Community sind so tolle Projekte entstanden wie speakerinnen.org, rorganize.it und diversitytickets.org. Aber auch der Rails Girls Summer of Code, ClojureBridge Berlin und die Heart of Code sind unter anderem von Menschen aufgebaut, die mit uns (wieder) Spaß am Programmieren fanden.

FĂŒnf Jahre Rails Girls Berlin bedeutet auch, dass unser Orga Team schon mehrere Generationen durchlaufen hat - wie das nun mal so passiert bei unbezahlter, ehrenamtlicher Arbeit. Eine Diskussion, die aber in jeder Generation auftauchte, ist die Diskussion um unseren Namen. Als Orga-Team haben wir uns immer bemĂŒht, nicht von den “Girls” zu sprechen, sondern eben von Organisierenden, Teilnehmenden und Coaches. Und trotzdem kommt es vor, dass Mitglieder der Community als “Girls” angesprochen werden - was bei dem Namen irgendwie auch nachvollziehbar ist.

GrundsĂ€tzlich haben wir gar nichts dagegen. MĂ€dchen sind toll und zu von BeyoncĂ©s “Who run the world? - Girls!” können wir fröhlich abrocken. Der spielerische Aspekt, das einfach-mal-Ausprobieren bei Programmieren, wird eben auch oft mit dem nicht-erwachsen-sein assoziiert. Wir haben außerdem das GefĂŒhl, dass der Name uns eher unbedrohlich wirken ließ, sodass sich die Angriffe, die andere Initiativen fĂŒr marginalisierte Gruppen in der IT erfahren haben, bei uns in Grenzen hielten. Wir konnten also recht ungestört diverse Menschen fĂŒrs Programmieren begeistern und Stereotype ĂŒber Tech in Frage stellen.

Dennoch richtet sich unser Angebot an erwachsene Menschen. Zuallererst an Frauen und nicht-binĂ€re Menschen - und theoretisch sind wir auch irgendwie fĂŒr MĂ€nner offen, aber bei durchschnittlich 200 Bewerbungen auf 45 PlĂ€tze haben die nun mal niedrigste PrioritĂ€t. Und das spiegelt sich in unserem Namen leider nicht wieder. Stattdessen fragen manchmal Schulen an, ob wir etwas fĂŒr Teenager und Kinder machen können. Und so wichtig die frĂŒhe Bildung auch ist: mit unseren begrenzten Ressourcen mĂŒssen wir bei einer Zielgruppe bleiben.

“Girls” ist als selbst gewĂ€hlte Bezeichnung also vollkommen in Ordnung - nennt euch, wie ihr euch wohlfĂŒhlt. Aber wir möchten den Begriff nicht mehr als Sammelbegriff fĂŒr die Menschen in unserer Community verstehen. Deswegen muss eine NamensĂ€nderung her!

Und wenn wir schon mal aufrĂ€umen, dann so richtig: Rails ist ein tolles Framework, aber wir möchten uns fĂŒr die Zukunft offen halten, ob wir nicht auch mal andere Frameworks oder Programmiersprachen ausprobieren wollen. Bis es dazu kommt, braucht es sicherlich noch eine ganze Weile, aber dennoch können wir uns schon mal darauf einstellen.

Wir brauchen also einen neuen Namen. Einen, der unsere Community nicht an ein vermeintliches Geschlecht und Framework bindet. Wir wollen den spielerischen, kreativen Aspekt darin behalten, aber das muss nichts mit dem Alter zu tun haben. Und zu guter Letzt soll es ein Name sein, der im Deutschen und im Englischen gut funktioniert. UrsprĂŒnglich hatten wir an RailsBridge gedacht - eine US-amerikanische Initiative, aus denen Rails Girls ĂŒberhaupt entstanden ist - aber da ist dann wieder das Framework und wir sind unsicher, wie klar “Bridge” auch im Deutschen unser Vorhaben erklĂ€rt.

Und deswegen seid ihr nun dran, liebe Menschen in unserer Community! Ihr seid nun mal die, die Rails Girls Berlin miterleben und prĂ€gen. Ihr seid diejenigen, fĂŒr die wir unsere Workshops veranstalten. Dies ist also unser offizieller Aufruf an euch, uns eure Namens- und Logoideen zu schicken, bis uns die Ohren flattern. Die besten Ideen möchten wir dann mit euch teilen und prĂŒfen, was gut ankommt. Also: Schreibt uns! Wir sitzen vor unseren PostfĂ€chern und klicken alle zwei Minuten den Refresh-Knopf :)

TL;DR

Der neue Name sollte:

  • leicht verstĂ€ndlich sein (auch im Englischen)
  • Offenheit gegenĂŒber anderen Technologien zeigen
  • Frauen und nicht-binĂ€re Menschen ansprechen (lieber indirekt)
  • den spielerischen Aspekt am Programmieren hervorheben

Code of Conduct

Auf allen Veranstaltungen gilt der Berliner Verhaltenscodex.

Wenn du inakzeptables Verhalten erlebst

Wenn Du von inakzeptablem Verhalten betroffen bist, dieses beobachtest oder andere Anliegen hast, teile dies bitte so bald wie möglich einer fĂŒr die Veranstaltung verantwortlichen Person mit.

Contact Info

  • Email uns auf contact@codecurious.org
  • Via Twitter Direktnachricht @codecurious_bln.
Falls Du lieber eine Organisatorin persönlich ansprechen möchtest, kontaktiere ZusĂ€tzlich stehen die Veranstaltenden zur VerfĂŒgung, um Community-Mitgliedern dabei zu helfen, mit den lokalen Ordnungs- und StrafverfolgungskrĂ€ften in Kontakt zu treten als auch ihr SicherheitsgefĂŒhl anderweitig wieder herzustellen. Im Rahmen von Veranstaltungen mit persönlicher physischer Anwesenheit stellen die Veranstaltenden auf Wunsch der betroffenen Person auch Begleitung zur VerfĂŒgung.